- 1
Betritt Gletscherhöhlen nur mit lizenziertem Guide, im Vatnajökull-Nationalpark sind Alleingänge verboten.
- 2
Trage feste, knöchelhohe Wanderschuhe, an weichen Schuhen halten keine Steigeisen und du wirst abgewiesen.
- 3
Verlasse dich nur auf Wetterprognosen innerhalb von 48 Stunden vorab; das Wetter in Island ändert sich oft drastisch.
Guides sagen Eishöhlentouren ab, wenn Unwetterwarnungen, Überflutungen oder der morgendliche Sicherheitscheck zeigen, dass die Höhle nicht sicher ist. Daher kann eine gebuchte Tour auch noch am selben Morgen storniert werden. Prüfe vor deiner Abfahrt die Vorhersage des isländischen Wetterdienstes und den Straßenzustand auf umferdin.is. Buche am besten bei einem Anbieter, der kostenlose Umbuchungen oder eine volle Rückerstattung bietet, falls Touren wetter- oder sicherheitsbedingt ausfallen.
Sichere Eishöhlentouren in Island - was dich erwartet












Wie sicher natürliche Eishöhlen wirklich sind
Guides prüfen die Höhlen jeden Morgen
Ein Einsturz unter einer Eisdecke kündigt sich nicht an. Bei einem Höhleneinsturz, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, starb ein Tourist, ein weiterer wurde verletzt. Rettungskräfte suchten nach weiteren Verschütteten, bis klar war, dass niemand mehr unter dem Eis lag.
Das gehört zur Wahrheit dazu: Natürliche Eishöhlen schmelzen, bekommen Risse und können einstürzen. Im Sommer ist die Gefahr am größten: Durch das Tauen werden die Höhlendecken dünner, starker Regen flutet die Gänge, und die Nationalparkverwaltung sperrt natürliche Höhlen im Vatnajökull-Nationalpark ab Mai komplett.
Für geführte Touren gelten andere Maßstäbe. Die Höhlen, die Gruppen betreten, werden tagesaktuell nach Sicherheitskriterien ausgewählt, jeden Morgen geprüft und sofort gesperrt, sobald Wasser eindringt, loses Eis herabfällt oder Risse an der Decke entstehen.
Besucher beschreiben den Moment im Inneren des Gletschers als unvergesslichen Höhepunkt ihrer Reise, ein magisches Erlebnis aus blauem Licht und schwarzer Vulkanasche.
Respekt vor dem Eis ist völlig verständlich. Die Gefahr wird auf Touren jedoch aktiv kontrolliert und nicht dem Zufall überlassen.
Super schönes Erlebnis! 🌋 Camil hat uns die Katla-Höhle gezeigt und alles über den Vulkan und die Geschichte der Region erzählt. Freundlich, kompetent und wir hatten viel Zeit für Fotos ganz ohne Hektik. Absolut empfehlenswert! ⭐⭐⭐⭐⭐

So prüfen Gletscherguides die Eishöhlen vor dem Einstieg
Guides suchen jeden Herbst nach neuen Höhlen, denn Gletscher bewegen sich ständig. Eine Höhle aus dem letzten Winter existiert im nächsten oft nicht mehr. Der Zugang zu einer Formation wird erst freigegeben, wenn Veranstalter und Nationalparkverwaltung sie gründlich geprüft haben.
Jeden Morgen läuft derselbe Sicherheitscheck ab: Guides suchen nach dünnen Deckenabschnitten, Hängeeis und nassen Stellen und lauschen auf Knackgeräusche oder fließendes Wasser. Erfüllt eine Höhle die Kriterien nicht, wird sie für diesen Tag gestrichen und die Gruppe weicht auf eine sichere Alternative aus.
Die Guides verfügen über fundierte Qualifikationen: Leitende Guides an den Gletscherhöhlen des Vatnajökull benötigen mindestens die Zertifizierung AIMG Hard Ice 3, eine Ausbildung für anspruchsvolle Gletschertouren und Spaltenbergung. Zudem behalten sie die Höhle auch während deines Besuchs im Auge.
Sie führen außerdem Ausrüstung mit, die Einsteigern oft gar nicht auffällt: Seile markieren den sicheren Pfad über das Eis und werden versetzt, sobald sich die Höhle verändert. Eissäbel und Eispickel dienen dazu, das Gelände zu testen und Stürze abzufangen. Das Seil, die Axt und der morgendliche Check bilden gemeinsam das Sicherheitssystem.
Gut zu wissen
Da sich die Höhle verändert, wird es versetzt, weiche nicht vom Weg ab
Gletscherspalten können unter scheinbar festem Schnee verborgen liegen
Die Höhle von den Fotos ist womöglich nicht die, die du besuchst
Treten Wasser, Geröll oder Risse auf, wird der Besuch sofort abgebrochen


Kann man Eishöhlen in Island ohne Guide besuchen?
Auf eigene Faust Geld zu sparen, ist hier keine Option. Der Zutritt zu natürlichen Eishöhlen im Vatnajökull-Nationalpark ist streng reglementiert und nur mit Guide gestattet. 2024 sperrte der Park den Zugang zu allen Eishöhlen sogar über mehrere Monate hinweg komplett. Auch der isländische Zivilschutz warnt eindringlich davor, Gletscher ohne Führung zu betreten.
Die Gründe dafür sind handfest: Höhlen liegen in aktiven Gletschern. Der Weg dorthin führt über Gelände mit Spalten unter dünnen Schneebrücken und tiefen Schmelzwasserschächten (Moulins), die für Unerfahrene lebensgefährlich sind. Wer eigenmächtig tauende Höhlen betritt, riskiert tödliche Einstürze. Zudem können plötzliche Gletscherläufe (Jökulhlaups) ohne Vorwarnung Wasser und Geröllmassen auf das Eis spülen.
Auch die Katla-Eishöhle bildet keine Ausnahme. Erfahrene Reisende betonen immer wieder: Betritt den Kötlujökull und seine Höhle niemals ohne geprüften Gletscherguide und passende Sicherheitsausrüstung.
Wenn dich das Hochland reizt, ist die Katla-Kleingruppentour ab Vík die sicherste Wahl: Fahrt im Super-Jeep ins Landesinnere, ortskundiger Guide und die komplette Leihausrüstung inklusive.
Das eigenständige Betreten natürlicher Eishöhlen ist im Vatnajökull-Nationalpark verboten. Der Zivilschutz rät dringend von Alleingängen ab. Buche eine geführte Tour, das ist der einzig sichere und legale Weg hinein.


Ausrüstung und Wanderschuhe für den Besuch von Eishöhlen
Den Helm setzt du auf, bevor du das Fahrzeug verlässt. Er schützt vor herabfallenden Eisstücken und losem Gestein von der Höhlendecke, auf jeder Tour absolute Pflicht. Steigeisen oder Spikes werden über die Schuhe gezogen und sorgen für festen Halt auf hartem Gletschereis und glatten Höhlenböden.
Ebenso wichtig sind die Schuhe: Feste, knöchelhohe Wanderschuhe sind unverzichtbar, da Steigeisen an Turnschuhen oder weichen Schuhen keinen Halt finden. In Skaftafell wirst du mit ungeeignetem Schuhwerk schon beim Ausrüstungs-Check abgewiesen. Führt der Zustieg über spaltenreiches Gelände oder steile Hänge, kommen Klettergurt und Stirnlampe hinzu.
Die Sicherheitsausrüstung stellt der Veranstalter. Bei Wanderungen auf dem Falljökull sind Steigeisen, Helm, Gurt und Eispickel inklusive; passende Schuhe lassen sich vor Ort leihen. Du selbst kümmerst dich um warme, wetterfeste Kleidung, und darum, die Schuhregeln vor der Buchung zu prüfen statt erst auf dem Parkplatz.
- SchutzhelmAuf allen Touren Pflicht: Schützt vor herabfallenden Eisstücken, Steinschlag von Höhlendecken und Kopfstößen an niedrigen Decken.
- Steigeisen oder SpikesUnverzichtbare Steighilfen vom Veranstalter, die dir auf hartem Gletschereis, gefrorenen Hängen und rutschigen Höhlenböden festen Halt geben.
- Knöchelhohe WanderschuheVorgeschriebenes, festes Schuhwerk mit steifer Sohle, damit die Steigeisen sicher halten und deine Knöchel stabilisiert werden.
- Gletscher-KlettergurtPflicht bei Touren, die über offene Gletscherflächen, spaltenreiche Passagen oder steilere Hänge zum Höhleneingang führen.
- StirnlampeUnerlässlich, um unbeleuchtete Höhlengänge, Geländekanten und tiefe Eistunnel im Gletscher sicher zu begehen.


In der Eishöhle - Kälte, Dunkelheit und enge Räume
Die Kälte überrascht viele, allerdings anders als gedacht. In einer Eishöhle herrschen das ganze Jahr über etwa 0 °C. An einem Januarmorgen kann es drinnen also milder sein als an der frischen Luft. Frieren wirst du eher durch das Stillstehen beim Fotografieren, nicht wegen der Höhle selbst.
Die Größe der Höhlen variiert stark. Viele Kammern auf den Touren sind geräumig, manche Gänge jedoch eng und niedrig, sodass man sich bücken oder durchkrabbeln muss.
Für eine Tour an der Katla wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie bei Dunkelheits- oder Platzangst ungeeignet ist. Der künstlich angelegte Langjökull-Eistunnel ist dank breiter, gleichmäßiger Gänge die entspanntere Alternative bei Klaustrophobie. Am Jökulsárlón teilen sich oft mehrere Gruppen eine Höhle.
Kleide dich für wenig Bewegung: Funktionsunterwäsche, eine Fleece- oder leichte Daunenschicht, wetterfeste Jacke und Hose, eine dünne Mütze unter dem Helm sowie Handschuhe mit dünnen Innenhandschuhen, um die Kamera problemlos zu bedienen. Wenn du leicht frierst, pack eine zusätzliche warme Schicht ein, bei Fotostopps bewegt man sich kaum.


Wetter, Jahreszeiten und Schließzeiten von Eishöhlen
Zwei Zeitfenster bestimmen die Saison. Die Eishöhlen am Vatnajökull bei Jökulsárlón sind von Herbst bis Frühjahr zugänglich und schließen von Mai bis September, da sommerliches Schmelzen Decken und Wände um bis zu 10 cm pro Tag ausdünnt.
Die Katla-Eishöhle ist ganzjährig geöffnet, auch im Sommer, ihr schwarz-blaues Eis schließt die Lücke, wenn die anderen Höhlen geschlossen sind.
Regen und Tauwetter setzen dem Eis am meisten zu: Schmelzwasser flutet Gänge, Wasser an den Decken verändert die Innenräume und Höhlen können kurzfristig unpassierbar werden. Ergibt der morgendliche Check Bedenken, passen Veranstalter die Route an oder sagen die Tour ab.
Auch Unwetterwarnungen führen zu Schließungen. Eine orangefarbene Warnung bedeutet erhebliche Beeinträchtigungen und mögliche Absagen. Bei einer roten Warnung drohen Extremwetter, gesperrte Straßen und stornierte Touren. Böen über 15 m/s erfordern Vorsicht; ab 20 m/s Windgeschwindigkeit wurden Touren an der Katla bereits abgesagt.
Verlasse dich nur auf Vorhersagen innerhalb von 48 Stunden vor deiner Tour. Das Wetter in Island schlägt schnell um. Zwischen Dezember und Februar sorgt der Frost für das tiefste, stabilste blaue Eis des Jahres.


Rückerstattung und Umbuchung bei Tourabsagen
Macht das Wetter dir einen Strich durch die Rechnung, erhältst du dein Geld zurück. Gesperrte Straßen, Sturm und überflutete Höhlen gelten als Sicherheitsabsage: Bei wetter-, sicherheits- oder gletscherbedingten Absagen gibt es den vollen Betrag zurück oder du buchst kostenlos um.
Das gilt auch für Straßensperren: Wird die Ringstraße (Route 1) gesperrt und du erreichst den Treffpunkt nicht, werten Veranstalter dies als sicherheitsbedingten Ausfall mit Anspruch auf Erstattung oder Ausweichtermin. Zeichnet sich eine Sperrung ab, melde dich frühzeitig beim Anbieter, bis zur Abfahrt lassen sich oft passende Lösungen finden.
Auf Mehrtagestouren wird der Höhlenbesuch bei schlechtem Wetter meist durch ein alternatives Erlebnis auf dem Eis ersetzt, etwa eine Gletscherwanderung, oder anteilig erstattet. Das finanzielle Risiko unbeständigen Wetters liegt beim Veranstalter, nicht bei dir.
Wenn sich der Tagesplan ändert
| Wenn das passiert | Was dann passiert |
|---|---|
| Veranstalter sagt wetter- oder gletscherbedingt ab | Volle Rückerstattung oder kostenlose Umbuchung |
| Behördliche Straßensperre verhindert Anreise zum Treffpunkt | Gilt als Sicherheitsabsage: Erstattung oder Alternativtermin |
| Du bemerkst eine Sperrung vor der Abfahrt | Kontaktiere den Anbieter umgehend vor Check-in-Beginn, um Optionen zu besprechen |
| Eishöhlenbesuch entfällt auf einer Mehrtagestour | Alternatives Gletschererlebnis oder anteilige Erstattung |


Katla-Eishöhle vs. Crystal Ice Cave im Vatnajökull
Zwei Höhlen, zwei völlig unterschiedliche Welten: An der Katla zeigt sich das Eis schwarz-grau gebändert, durchzogen von Vulkanasche vergangener Eruptionen unter dem Mýrdalsjökull. Die Crystal Cave am Breiðamerkurjökull strahlt dagegen in reinem, leuchtendem Saphirblau ohne dunkle Ascheschichten.
Entscheidender als das Aussehen sind die Rahmenbedingungen: Die Katla-Höhle ist das ganze Jahr über zugänglich. Treffpunkt ist Vík, etwa 2,5 Stunden von Reykjavík entfernt; mehr Tageslicht erleichtert das Gehen und Fotografieren.
Die Crystal Cave ist von Oktober bis April geöffnet, liegt rund 5 Stunden Fahrt von Reykjavík entfernt und zieht oft mehr Besucher an, sodass man vor dem Eingang warten muss.
Beide Höhlen verändern sich von Saison zu Saison. Das Eis vor Ort sieht daher nicht immer genauso aus wie auf den Fotos. Manche Reisende, die beide gesehen haben, bevorzugen die Katla, letztlich entscheidet aber dein Reisezeitraum.
Katla oder Crystal Ice Cave
| Katla-Eishöhle | Crystal Ice Cave (Vatnajökull) | |
|---|---|---|
| Eisfarbe | Schwarz-graue Aschebänder in blauem Eis | Sattes, leuchtendes Saphirblau |
| Saison | Ganzjährig | Oktober bis April |
| Zugang | Kurze, einfache Wanderung über unwegsames Gelände | Kurzer, einfacher Spaziergang zum Eingang |
| Ausgangspunkt | Vík (mit Abholoption ab Reykjavík) | Jökulsárlón (weiter östlich) |
| Besucherandrang | Gutes Tageslicht verteilt Gruppen besser | Teils gut besucht, kurze Wartezeiten am Eingang |
- Eisfarbe
- Schwarz-graue Aschebänder in blauem Eis
- Saison
- Ganzjährig
- Zugang
- Kurze, einfache Wanderung über unwegsames Gelände
- Ausgangspunkt
- Vík (mit Abholoption ab Reykjavík)
- Besucherandrang
- Gutes Tageslicht verteilt Gruppen besser
- Eisfarbe
- Sattes, leuchtendes Saphirblau
- Saison
- Oktober bis April
- Zugang
- Kurzer, einfacher Spaziergang zum Eingang
- Ausgangspunkt
- Jökulsárlón (weiter östlich)
- Besucherandrang
- Teils gut besucht, kurze Wartezeiten am Eingang


Altersgrenzen, Fitness und gesundheitliche Voraussetzungen
Das Mindestalter beginnt bei 6 Jahren. Die Katla-Tour ab Vík nimmt Kinder ab 6 Jahren mit, einige Kleingruppentouren ab Reykjavík setzen die Grenze bei 8 Jahren an und die Erkundungstour am Jökulsárlón erfordert ein Mindestalter von 13 Jahren. In Erfahrungsberichten wird von der Katla-Tour mit Kleinkindern sowie bei Knie-, Knöchel- oder Rückenproblemen abgeraten.
Körperliche Fitness ist oft wichtiger als das Alter. Touren zur Crystal Ice Cave sind für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Rollstuhlnutzer nicht geeignet. Eine Katla-Tour schließt zudem Herzbeschwerden aus. Die Grundanforderung ist klar: Du solltest selbstständig und sicher über unebenen Boden und leichte Steigungen gehen können, teils ein bis zwei Stunden lang.
Für Schwangere gelten je nach Tour unterschiedliche Regeln: Ein Veranstalter erlaubt die Teilnahme an der Crystal Blue Ice Cave bis zum 6. Schwangerschaftsmonat auf eigene Verantwortung, schließt sie ab dem 7.
Monat jedoch aus. Andere raten wegen der ruckeligen Super-Jeep-Fahrt generell von einer Teilnahme während der Schwangerschaft ab. Da manche Katla-Touren ab Vík dazu keine Angaben machen, frage vor der Buchung direkt nach.


Anreise über die Südküste zum Treffpunkt deiner Eishöhlentour
Die Fahrt entlang der Südküste ist wettertechnisch ein eigenes Kapitel. Auf der Route 1 zwischen Reykjavík und Selfoss vereist der Pass Hellisheiði häufig, und unterhalb des Eyjafjallajökull erreichen die Windböen regelmäßig über 25 m/s. Auch rund um Vík sind plötzliche, heftige Sturmböen an der Tagesordnung.
Komplette Sperrungen sind seltener, kommen aber vor: Stürme schließen die Ringstraße für einige Stunden oder gar einen ganzen Tag. Im Dezember 2022 legten Schneestürme den Verkehr an der Südküste tagelang lahm. Östlich von Vík kann eine Straßensperre bedeuten, dass du den Treffpunkt nicht mehr erreichst.
Prüfe vor Fahrtantritt den Straßenzustand und Webcams auf umferdin.is, den Wetterbericht beim Wetteramt und aktuelle Warnungen auf SafeTravel. Ein Mietwagen mit Allradantrieb ist gesetzlich nur auf F-Straßen im Hochland vorgeschrieben, im Winter aber generell ratsam.
Wer im Winter auf eigene Faust nach Jökulsárlón fährt, muss pro Strecke mit rund fünf Stunden Fahrt bei Dunkelheit und Nebel rechnen. Viele Reisende empfehlen deshalb eine Zwischenübernachtung in Vík oder Kirkjubæjarklaustur statt der Rückfahrt am selben Tag.

So läuft deine Katla-Eishöhlentour ab Vík ab
Finde dich 20 Minuten vor der Abfahrt am Vík Inn ein, plane etwas Zeit für die Parkplatzsuche ein und starte entspannt in den Tag.
Die Fahrt im Super-Jeep über schwarzen Sand und alte Lava dauert etwa 40 Minuten. Es schaukelt ordentlich, wer zu Reisekrankheit neigt, sollte vorsorgen, für viele gehört die wilde Fahrt aber fest zum Abenteuer.
Am Gletscherrand angekommen, führt ein Fußweg von 1 bis 2 Kilometern ohne große Steigungen über unebenes Gelände zum Höhleneingang. Die Einschätzungen zur Anstrengung gehen auseinander: Manche empfinden den Weg als einfachen Spaziergang, andere fanden das Gehen mit Steigeisen überraschend fordernd. Plane lieber etwas mehr Zeit ein.
In der Höhle verbringst du bei einer dreistündigen Tour rund 30 Minuten, etwa ein Sechstel der Gesamtzeit. Teils teilen sich mehrere Gruppen die Haupthalle oder warten kurz, bis eine andere Gruppe eine Engstelle passiert hat.
Buche den ersten Slot am Morgen oder den letzten am Nachmittag für weniger Andrang. Im Sommer empfiehlt sich eine Buchung einige Tage im Voraus, für Juli noch früher.
- 1Ankunft am Treffpunkt in VíkCheck-in und Begrüßung durch den Guide
20 Minuten vor Abfahrt da sein (Parkplatzsuche einplanen)
- 2Im Super-Jeep über den SandurRuckelige 40-Minuten-Fahrt über Lavasand und seichte Wasserläufe
Reisetabletten einpacken, falls du empfindlich bist
- 3Fußweg zum Eingang1 bis 2 km über unwegsames Gletschergelände hinter dem Guide
Rechne mit einem gemütlichen Gehtempo
- 4In der HöhleRund 30 Minuten Aufenthalt, teils mit anderen Gruppen
Randzeiten buchen für mehr Ruhe
- 5RückfahrtMit dem Super-Jeep zurück nach Vík
Ganzjährig verfügbar; im Sommer frühzeitig buchen


Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele an der Südküste
Ein Besuch der Eishöhle lässt sich ideal mit weiteren Highlights verbinden. Tagestouren ab Reykjavík stoppen meist am Seljalandsfoss, hinter dessen Wasserschleier ein Pfad entlangführt, am mächtigen Skógafoss mit seiner 527-Stufen-Aussichtsplattform und am schwarzen Sandstrand von Reynisfjara.
Beachte in Reynisfjara unbedingt das Ampelsystem: Gelb bedeutet Lebensgefahr in der Brandungszone, Rot heißt Strand meiden und Abstand halten. Die berüchtigten Monsterwellen („Sneaker Waves“) haben bereits Menschenleben gekostet, und der Strand wird bei Gefahr kurzfristig gesperrt.
Weiter östlich legen von Anfang Mai bis Oktober Ausflugsboote auf der Gletscherlagune Jökulsárlón ab. Die Touren mit dem Amphibienfahrzeug eignen sich für jedes Alter; für Fahrten mit dem Zodiac gilt ein Mindestalter von 10 Jahren bzw. eine Mindestgröße von 130 cm.
Gut zu wissen: Eine Eishöhlentour führt dich *in* das Innere des Gletschers, eine Gletscherwanderung *auf* dessen Oberfläche. Die Tour auf dem Falljökull ab Skaftafell ist sportlicher, findet ganzjährig statt und richtet sich an alle, die das Eis aktiv erwandern möchten.

Sicher unterwegs - aber nur mit Guide
Ja, Eishöhlen in Island sind sicher, unter einer Voraussetzung: Du bist mit einem lizenzierten Guide unterwegs. Die Höhlen auf geführten Touren werden täglich erkundet und kontrolliert. Einstürze im Sommer passieren dort, wo keine geschulten Augen auf das Eis blicken.
Auf eigene Faust loszuziehen, ist in den Nationalparks verboten und endete bereits tödlich. Mit dem Tourpreis sicherst du dir den einzigen sicheren und legalen Zugang. Falls dir enge Passagen oder holprige Jeepfahrten wegen Platzangst oder Knieproblemen Sorgen machen, lies vor der Buchung die Voraussetzungen der jeweiligen Tour.


Wissenswertes vor der Buchung deiner Eishöhlentour
Die meisten Touren starten direkt vor Ort. Katla-Touren treffen sich in Vík, Ausflüge am Jökulsárlón am Parkplatz der Gletscherlagune, hier bitten Anbieter darum, 20 Minuten vor Beginn da zu sein. Touren ab Reykjavík bieten eine Abholung am Hotel oder an der Bushaltestelle an.
Ein speziell umgebauter Super-Jeep bringt dich vom Treffpunkt zum Gletscherrand, eine rund 40-minütige Fahrt über schwarzen Lavasand und seichte Wasserläufe. Die Strecke ist holprig; wer leicht reisekrank wird, sollte vorsorgen.
Die Gruppen bleiben überschaubar. Eine Crystal-Ice-Cave-Tour beschränkt die Teilnehmerzahl auf 14 Personen pro Guide, und auch die Katla-Touren ab Vík werden in kleinen Gruppen geführt, so verstehst du den Guide gut und hast genug Freiraum für Fotos.
Geführte Touren stellen die Sicherheitsausrüstung: Steigeisen, Helm und bei Touren ab Jökulsárlón auch eine Stirnlampe. Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung bringst du selbst mit. Für die Gletscherwanderung auf dem Falljökull in Skaftafell lassen sich Schuhe vor Ort mieten.
Plätze für die Katla-Eishöhle sind im Sommer schnell vergeben. Buche mindestens einige Tage im Voraus, für Juli empfiehlt sich eine noch frühere Buchung, da die Hauptsaison rasch ausgebucht ist.
Du kannst diese Touren bis zu 24 Stunden vor Beginn kostenlos stornieren. Sagt der Veranstalter wegen Unwetter, Straßensperren oder unsicherer Gletscherbedingungen ab, buchst du kostenlos um oder erhältst den vollen Preis zurück.
Sturm, Schneetreiben oder rote Wetterwarnungen können zur Sperrung der Route 1 und der Zufahrtswege führen. Bei extremem Wetter, überfluteten Höhlen oder Anzeichen vulkanischer Aktivität bzw. Gletscherläufen werden Touren abgesagt.
Knöchelhohe, feste Wanderschuhe sind Pflicht, da Steigeisen an Turnschuhen oder weichen Straßenschuhen nicht halten. Guides dürfen Teilnehmer mit ungeeignetem Schuhwerk oder unzureichender Kleidung beim Check-in aus Sicherheitsgründen abweisen.
“Tolle, aufregende Tour! Der Transfer lief reibungslos und Fahrerin Wendy wusste unheimlich viel über Island zu berichten.”
Eishöhlen in Island - sind sie wirklich sicher?
Sind Eishöhlen in Island sicher zu besuchen?
Auf einer geführten Tour: Ja. Veranstalter prüfen die Höhlen jeden Morgen vor dem ersten Gast auf Deckenstärke, loses Eis und Wasserstellen. Unsichere Höhlen werden sofort gestrichen. Gefährlich wird es nur ohne diese professionelle Kontrolle.
Kann man Eishöhlen in Island auf eigene Faust besuchen?
Nein. Natürliche Eishöhlen darfst du aus Sicherheits- und Naturschutzgründen nur mit lizenziertem Gletscherguide betreten. Der isländische Zivilschutz rät dringend von Gletscher-Alleingängen ab. Ein Besuch ist nur über geführte Touren möglich.
Kommt man ohne Tour zur Katla-Eishöhle?
Praktisch nicht. Es führen keine öffentlichen Straßen dorthin und normale Mietwagen schaffen die rauen Schotterpisten nicht. Geführte Super-Jeep-Touren ab Vík übernehmen den Transport, stellen den Guide und liefern die nötige Sicherheitsausrüstung.
Sind Eishöhlen im Sommer gefährlich?
Die meisten schon, da die Sommersonne die Decken ausdünnt und Schmelzwasser die Gänge flutet. Höhlen am Vatnajökull sind deshalb von Mai bis in den Herbst hinein geschlossen. Die Katla-Höhle bei Vík gehört zu den wenigen, die ganzjährig auf geführten Touren sicher zugänglich sind.
Welche Sicherheitsausrüstung bekommt man gestellt?
Steigeisen für feste Wanderschuhe und ein Helm sind bei jeder Tour inklusive; bei Höhlen am Jökulsárlón zusätzlich eine Stirnlampe. Die Ausrüstung wird am Gletscher angepasst und du erhältst vorab eine gründliche Einweisung.
Was passiert bei schlechtem Wetter oder unsicheren Höhlen?
Die Tour wird angepasst oder abgesagt. Sagt der Anbieter wegen Sturm, gesperrter Straßen oder gefährlicher Eisbedingungen ab, kannst du kostenlos umbuchen oder erhältst den vollen Preis zurück. Da Guides stets die sicherste Höhle wählen, kann das Ziel tagesaktuell wechseln.
Sind Eishöhlen für Kinder und ältere Reisende sicher?
Kinder sind je nach Tour ab 6, 8 oder 10 Jahren willkommen, prüfe daher vor der Buchung die Altersgrenze. Für Personen mit Gehbehinderungen sind die Touren ungeeignet, da der Weg über unebenen Gletscherboden führt.
Bekommt man in einer Eishöhle Platzangst?
Die Haupthallen sind meist geräumig, manche Durchgänge jedoch schmal und niedrig. Eine Katla-Tour rät Gästen mit Klaustrophobie oder Angst im Dunkeln von der Teilnahme ab. Wenn dir enge Räume Unbehagen bereiten, informiere dich vorab über den Routenverlauf.
Wie kalt ist es in einer isländischen Eishöhle?
Konstant um die 0 °C, ganz unabhängig vom Wetter draußen. Im tiefen Winter fühlt sich das Höhleninnere oft milder an als der eisige Wind im Freien; warme Schichten unter regen- und winddichter Kleidung sind trotzdem unverzichtbar.
Warum braucht man einen Guide, wenn das Eis fest wirkt?
Gletscher verändern sich rasend schnell: Eine Eisdecke, die letzte Woche hielt, kann heute dünn oder rissig sein. Erfahrene Guides erkennen Strömungen, Dehnungsrisse und Hängeeis sofort, genau dieses Wissen schützt dich vor Gefahren.
Sichere Eishöhlentouren - was passt zu dir?
If you like So prüfen Guides die Eishöhlen täglichGeführte TourenBei einer geführten Tour begleitet dich ein ortskundiger Guide, der Höhlendecken, Wasserstellen und loses Eis prüft, bevor die Gruppe die Höhle betritt.
If you like Sicherheit und Ruhe abseits größerer GruppenPrivate TourenAuf einer privaten Tour bestimmst du das Tempo auf dem Gletscher selbst, mit der vollen Aufmerksamkeit des Guides für Sicherheit und Komfort.
If you like Geräumige Höhlen und entspannte BesucheKleingruppentourenIn kleinen Gruppen bleibt es übersichtlich: Du hast mehr Platz im Eis und viel Zeit für Fragen an deinen Guide.

